Glykämische Last

Die Glykämische Last (GL) ist eine Weiterentwicklung des Glykämischen Index. Der Grundgedanke ist, dass neben der Art der aufgenommenen Kohlenhydrate auch die Menge einen Einfluss auf den Blutzuckeranstieg besitzt.

Beim Konzept des glykämischen Index wurden die ermittelten Werte lediglich unter Betrachtung einer konstanten Menge an Kohlenhydraten erhoben (z.B. 50 g). Die verzehrte Menge des Lebensmittels blieb dabei ungeachtet. Obst und Gemüse besitzen beispielsweise aber pro 100 g wesentlich weniger Kohlenhydrate als Brot.

Demnach werden einige Lebensmittel nach dem Glykämischen Index schlecht bewertet, obwohl sie aufgrund eines niedrigen Kohlenhydratgehaltes eigentlich einen flacheren Anstieg der Blutzuckerkurve bewirkten.

Das Prinzip der Glykämischen Last versucht nun dieses Problem zu lösen. Dazu wird folgende Berechnung angesetzt:

Formel für die Glykämische Last

Ein Beispiel: Der Vergleich von Wassermelone mit Weißbrot (Weizen) nach GL und GI.

Wassermelone:

GL = 72 * (8 g/100 g) = 5,76

Weißbrot (Weizen):

GL = 70 * (49 g/100 g) = 34,3

Nach dem Glykämischen Index würden beide Lebensmittel ungefähr gleich bewertet werden. Wassermelonen besitzen jedoch pro 100 g weniger Kohlenhydrate als Weißbrot. Demnach fällt der Blutzuckeranstieg nach dem Verzehr von Wassermelone auch geringer aus.

In dieser Hinsicht ist das Konzept der Glykämischen Last in der Praxis für die Bewertung von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln besser geeignet als der glykämische Index.